SONDERAUSSTELLUNGEN

 

 

 

 

 

 

 

Aktuell

„Angezündet – Feuer und Flamme“
Kleine Ausstellung als „Intermezzo“ vom 30.08.-01.11.2020
jeweils sonntags von 10 -12 und von 14 – 16 Uhr

Plakatgestaltung Simone Fezer

Das Öl für die im „Museum im Hirsch“ ausgestellten Leuchter aus dem Mittelalter wurde vermutlich nicht mit Zünd- oder Streichhölzern angezündet. Sie bilden jedoch einen schönen und passenden Hingucker für die als „Intermezzo“ vom 30.08.-01.11.2020 zu sehende Ausstellung „Angezündet – Feuer und Flamme“. Unzählige Streichholz-schachteln und -briefchen füllen die Vitrinen im Erdgeschoss. Schwefelhölzer, die frühen Vorläufer der Streichhölzer wurden in China schon vor 950 genutzt. In Europa waren sie im 13. Jahrhundert, zusammen mit Zunderschwamm (einem Baumpilz) und Feuerstahl, verbreitet. Das erste echte Streichholz mit Reibungszündung wurde ca. 1826 in England erfunden. Um die Zündfähigkeit zu verbessern wurde den Köpfen zusätzlich Schwefel beigemengt. Erhalten hat sich der Begriff im Märchen von Hans Christian Andersen „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ Nicht minder bekannt aus dem Struwwelper „Die gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug“. Der Zusatz von weißem Phosphor verbesserte zwar die Zuverlässigkeit der Reibung, führte jedoch bei der Herstellung zu extremen gesundheitlichen Schäden. Das moderne Sicherheitsstreichholz erfand um 1844 der schwedische Chemiker Pasch bei dem sich der Zündkopf an einer Reibfläche mit rotem Phosphor entzündete, der nicht giftig ist. Ein typischer Zündkopf enthält Leim und Schwefel, Kaliumchlorat, Glaspulver sowie Farb und Zusatzstoffe. Die Reibfläche besteht aus Glaspulver und rotem Phosphor. Die Holz- und Pappschäfte werden in Paraffin getaucht. Das Streichholzbriefchen wurde 1842 erfunden.
Ab 1930-1983 gab es in Deutschland ein staatliches Zündwarenmonopol. Streichholzschachteln und -briefchen sind ein beliebtes Werbemittel und so haben sich in den Vitrine des Museums Exemplare von Hotels, Restaurants etc. aus vielen Weltgegenden zu einer Ausstellung vereint, zusammen mit Leuchtern. Mit Streichhölzern kan man aber auch herrlich spielen und knobeln und durch umlegen, hinzufügen und entfernen, knifflige Ausgaben lösen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

69. Sonderausstellung „Volle Kanne – Kaffee oder Tee?“ vom 30.11.2019 bis 23.02.2020

 Plakatgestaltung: Simone Fezer

In seiner 69. Sonderausstellung widmet sich das Museum im Hirsch einem aus dem täglichen Leben fast verschwundenen Gegenstand. Die Kaffeepause, der Kaffeeklatsch, der Kaffee to go und die Tasse Tee gehören zu unserem Alltag. Weitgehend verschwunden – und durch die Thermoskanne ersetzt – ist jedoch die Kaffee- oder Teekanne. Sie standen früher im Blickpunkt der Kaffeetafel und der Tea-Time. Wir möchten mit unserer Ausstellung die Vielfalt der Formen, Farben und Muster zeigen. Es gibt sie in schlichtem weiß und mit Blümchen, schlank und dickbauchig, von klein bis groß, von kitschig bis edel, aus Porzellan, Email, Silber und Keramik. Zur Ausstellungseröffnung am 29. November um 19.30 Uhr laden wir herzlich ins Museum im Hirsch ein. Eine kurze Einführung und ein kleines Büfett stimmen in das Thema ein und wir freuen uns über viele Gäste.

Die Ausstellung ist vom 30.11.2019 – 23.02.2020 samstags von 14-16 und sonn- und feiertags (außer 24.12.) von 10-12 und 14-16 Uhr geöffnet.

Für Gruppen vereinbaren wir gerne besondere Termine. Tel. 07151/71784 oder cw@fezers.de.  

Finissage „Volle Kanne – Kaffee oder Tee?“

Am 23. Februar findet um 17.00 Uhr im „Museum im Hirsch“ die Finissage der 69. Sonderausstellung „Volle Kanne – Kaffee oder Tee“ mit einem „Treffpunkt im Hirsch“ statt. Die Ausstellung hat schon viele Besucher begeistert. Sie zeigt einen fast verschwundenen Gegenstand der einmal zum täglichen Leben gehörte. Früher stand die Kaffee- oder Teekanne im Blickpunkt der schön gedeckten Kaffeetafel oder der Tea-Time. Die Ausstellung zeigt eine Vielfalt an Formen, Farben und Mustern. Es gibt sie in schlichtem weiß, mit Blümchen, schlank, dickbauchig, von klein bis groß, von kitschig bis edel, aus feinstem Porzellan, Email, Silber und Keramik. Die Exponate stammen aus China, Japan, dem Jemen, aus England und Dänemark und natürlich aus der heimischen Manufaktur Schorndorf. Sie wird ergänzt durch allerlei Zubehör wie Kaffeemühlen, Kaffeeröster oder schöne Dosen. 

Es sind bekannte Marken dabei wie Seltmann Weiden, Hutschenreuther, Villeroy + Boch, Rosenthal, Thomas, Meißen, Royal Doulton Haviland u.a.  Zur Finissage gibt es Texte rund um Kaffee und Tee und Kaffeehausmusik der Gruppe Corona Musica unter Leitung von Hans Kunz und natürlich auch ein Tässchen Kaffee zum Abschluss. Wir laden dazu herzlich ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonderausstellung Nr. 68

„Darauf stehen wir!“ Vielversprechend klingt das Thema der neuen Sonderausstellung, die gleichzeitig mit dem Start der Remstal-Gartenschau ab dem zweiten Mai-Wochenende im Buocher „Museum im Hirsch“ zu sehen sein wird. Nicht nur auf dem Plakat, sondern auch in der Vitrine erinnert eine markante Saurierkralle daran, worauf alle im Remstal und auf der Buocher Höhe stehen, ohne sich immer darüber Gedanken zu machen: Nämlich auf Böden, Gesteinen und Fossilien – tief im Untergrund zu unseren Füßen.

Die verborgene, exotisch anmutende Welt der Urzeit bis vor gut 200 Millionen Jahren beleuchten wir mit einem beachtlichen Aufgebot an versteinerten Reptilien, Fischen, Ammoniten und Pflanzenteilen – darunter faszinierende Original-Exponate aus der Sammlung des Staatlichen Museums für Naturkunde Stuttgart. Die Bausteine unserer Landschaft werden an der geologischen Treppe vorgestellt – ein fast bis zur Museumsdecke reichendes Modell mit harten Sandsteinformationen und weichen Mergelschichten, wie sie entlang unseres frisch erneuerten Geologischen Pfades zwischen Grunbach und der Buocher Höhe im Gelände zutage treten und anschaulich erklärt werden. Um die Rolle der Böden als Schnittstelle zwischen Gestein, Klima, Pflanzen und menschlichen Aktivitäten zu illustrieren, vergleichen wir einige typische Bodenprofile der Region. Zumindest die kleineren Gäste dürften sich auch für den „Wühltisch“ mit vielfältigen Kieselsteinen aus der Rems sowie die Malbögen mit Urgetier begeistern. Die bis zum 29. September 2019 dauernde Ausstellung ist an Wochenenden von 14-16 Uhr geöffnet, sonntags zusätzlich von 10-12 Uhr. Zur Vernissage am Freitag, 10. Mai, um 17 Uhr im Museum im Hirsch laden wir herzlich ein.

Vernissage
10.05.2019 19:30 Uhr im Museum im Hirsch, Remshalden-Buoch, Eduard-Hiller-Str. 6
Programm:
Einführung in die Ausstellung
Musikalische Begleitung durch das Gitarren Duo Feit

Ausstellungsdauer 11.05.2019 bis 29.09.2019.
Die Ausstellung endet wieder mit einer musikalisch / literarischen Stunde.

Öffnungszeiten :
Samstag 14-16, Sonn-und Feiertage von 10-12 und 14-16 Uhr (am 24.12.18 geschlossen)
Termine für Gruppen unter Tel. 07151/71784

 
 
Rückblick auf die Sonderausstellung Nr. 67
Ausstellung Altes Spielzeug

Unter dem Titel „Altes Spielzeug“ der 67. Sonderausstellung verbargen sich unzählige Exponate die die Welt des Spiels widerspiegeln. So war eine fein restaurierte Puppenstube von ca. 1890, ein Kaufladen von 1910 sowie eine gut eingerichtete Puppenküche von ca. 1860 zu sehen.

Natürlich durften auch Modelleisenbahnen verschiedender Hersteller, Blechspielzeug, Papiertheater oder Ausschneidebogen nicht fehlen. Zu sehen waren bekannte und heute nicht mehr bekannte Brett- und Kartenspiele wie Hammer und Glocke, aber auch Klassiker wie Schach oder Mühle, Gedulds- und Geschicklichkeitsspiele, Schaukelpferd, Puppen, Plüschtiere, Kegelspiele und Kreisel aller Art. Hinzu kamen Dampfmaschinen, ja eine ganze Werkstatt mit Transmissionsriemen sowie unterschiedlichstes Holzspielzeug, darunter ein erzgebirgisches Holzfiguren-Arrangement von ca. 1900. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Es gab unendlich viel zu entdecken. Einige Spiele konnte man auch selbst ausprobieren, so zum Beispiel ein Wurfspiel aus der Schweiz.

 

 

Eine kleine Auswahl aus der Ausstellung „Altes Spielzeug“